Kinder tanzen im Kreis. In der Mitte sitzt ein als Prinzessin verkleidetes Mädchen

Arm und Reich ist bekloppt

Kinder entwickeln Theaterstück zum Thema Ungleichheit

Woher weiß ich, ob ein Mensch wirklich arm ist? Wie erkennt man Reichtum? Mit diesen Fragen setzten sich kürzlich Kinder aus dem Nachbarschaftsheim Wuppertal, Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, und der Wuppertaler Grundschule Mirker Bach auseinander. Im Rahmen des Projekts „Mein Quartier - mittendrin statt außen vor“ entstand so das Theaterstück „Rich/Poor“ zum Thema Armut und Reichtum. 

Kindlicher Blick auf Ungleichheit

Mehrere Monate setzten sich die Kinder mit Fragen, Missverständnissen, Vorstellungen und Fantasien rund um Armut und Reichtum auseinander. Gemeinsam mit den Künstlerinnen Chris Strauss und Christiane Obermayr entwickelten die Kinder aus diesen Gesprächen ein Theaterstück, das mit Techniken des Improvisationstheaters und Elementen aus Tanz und Performance einen kindlichen Blick auf das Thema Ungleichheit wirft. Bei der Aufführung wurde auch das Publikum zu einem Teil des Stücks. Es wurde in zwei Lager aufgeteilt: Auf der einen Seite saßen die Armen, auf der anderen Seite die Reichen. Am Ende des Stücks wurde diese Aufteilung wieder aufgeteilt und die Kinder kamen zu dem Schluss: „Wer arm und reich erfunden hat, ist einfach bekloppt.“

Kinder aus dem Nachbarschaftsheim Wuppertal und der Wuppertaler Grundschule Mirker Bach erarbeiteten gemeinsam das Theaterstück.
©Fabian Mauruschat
In dem Stück setzten sich die Kinder damit auseinander, woran man erkennt, ob jemand arm oder reich ist.
©Fabian Mauruschat